Wer schöne, gesunde Zähne haben und erhalten möchte, muss sie gründlich pflegen – das lernen wir bereits im Kindesalter. Darüber hinaus ist es jedoch ebenso wichtig, in regelmäßigen Zeitabständen eine professionelle Zahnreinigung vornehmen zu lassen. Die Bedeutung dieser Prophylaxe-Sitzung wird nach wie vor unterschätzt.

Bereits vor vielen Jahren stellte der schwedische Zahnarzt Dr. Axelsson fest, dass die Zähne von Patienten, die ihren Zahnarzt regelmäßig zur Kontrolle aufsuchten, nicht unbedingt besser waren als die Zähne von Patienten, die nur bei Schmerzen zum Zahnarzt gingen. Über wirklich gesunde Zähne und gesundes Zahnfleisch konnte sich der Studie zufolge nur freuen, wer diese regelmäßig professionell reinigen ließ. Die Ergebnisse zahlreicher Langzeitstudien bestätigen diese Erkenntnis.

Gesunde, gepflegte Zähne sind nicht nur für das Aussehen und Selbstwertgefühl eines Menschen wichtig, sondern auch für dessen Allgemeingesundheit. Denn die Wechselbeziehung zwischen Mundgesundheit und der Gesundheit des Gesamtorganismus ist bewiesen. Da die professionelle Zahnreinigung so wichtig für gesunde Zähne ist, gehört sie zu den Schwerpunkten in unserer Ordination und wird von einem eigenen, speziell ausgebildeten Prophylaxe-Team durchgeführt.

Da die professionelle Zahnreinigung so wichtig für gesunde Zähne ist, gehört sie zu den Schwerpunkten in unserer Ordination und wird von einem eigenen, speziell ausgebildeten Prophylaxe-Team durchgeführt.

Bei der professionellen Zahnreinigung werden alle harten und weichen Beläge sowie bakterieller Biofilm in den Zahnfleischtaschen und von den Zahnoberflächen entfernt. Karies und Zahnbetterkrankungen können so frühzeitig erkannt und behandelt werden. Da selbst die gründlichste Zahnpflege gegenüber hartnäckigen Belägen machtlos ist, ist die professionelle Zahnreinigung eine unverzichtbare Ergänzung zur Zahnpflege zu Hause. Und die beste Vorsorge, seine eigenen Zähne bis ins hohe Alter zu erhalten.

Zu Beginn werden Beläge und bakterielle Ablagerungen von den Zähnen, aus den Zahnzwischenräumen und Zahnfleischtaschen entfernt. Dazu benutzen wir ein schonendes Ultraschallgerät sowie ein sanftes Pulverstrahlgerät der neuesten Generation, Handinstrumente, kleine Bürstchen und Zahnseide. Auch hartnäckige Verfärbungen, die beispielsweise durch den Genuss von zum Beispiel Kaffee, Tee, Rotwein oder Nikotin entstehen, werden beseitigt. Die dann folgende Politur zur Glättung der Zähne erschwert es später den Bakterien, sich festzusetzen. Denn Bakterien bevorzugen kleinste Furchen und Unebenheiten – also genau jene Stellen, wo sich der Biofilm (früher Plaque genannt) festsetzt und wo mit der Zahnbürste eine Reinigung nur schlecht oder gar nicht möglich ist.

Anschließend tragen wir Fluorid auf die gereinigten Zahnflächen auf, das vor den aggressiven Säuren der Mundbakterien schützt. Das von uns verwendete Fluorid ist deutlich höher konzentriert als das in normaler Zahncreme und dementsprechend wirksamer. Eine individuelle Beratung zur optimalen Zahnpflege bildet den Abschluss der Behandlung.
Die Dauer hängt von der Anzahl der zu behandelnden Zähne, der Menge an Zahnbelägen sowie von der Auswahl der Instrumente ab.

Studien (Prof. Dr. Axelsson und Dr. Lindhe) haben eindrucksvoll belegt, dass regelmäßig durchgeführte professionelle Zahnreinigungen das Risiko erheblich reduzieren, an Karies oder Parodontitis zu erkranken. Daher sollten auch gesunde Patienten oder solche mit niedrigem Risiko für Karies- oder Parodontalerkrankungen ein- bis zweimal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchführen lassen. Für Patienten mit einem hohen Erkrankungsrisiko, ungünstigen Mundhygienebedingunen, starker Neigung zu harten, mineralisierten Ablagerungen oder solchen mit tiefen Zahnfleischtaschen kann eine professionelle Zahnreinigung bis zu vier Mal im Jahr sinnvoll sein. Auch Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, regelmäßige Medikamenteneinnahme oder Lebenssituationen mit viel negativem Stress können die Mundgesundheit beeinträchtigen
und häufigere professionelle Zahnreinigungen erforderlich machen. Zusammen mit unserem Prophylaxe-Team erstellen wir ein Risikoprofil, um ein für Sie passendes Zeitintervall für die professionelle Zahnreinigung festzulegen.

Dies ist sehr stark von der häuslichen Mundhygiene der Kinder abhängig. Sind bei Kindern starke Beläge vorhanden, ist auch hier eine professionelle Zahnreinigung sinnvoll um potenzielle Schäden an Zähnen und Zahnfleisch zu vermeiden. Anschließend an die Reinigung bekommen Kinder von uns ein Zahnputztraining, um sie zu einem gründlicheren Zähneputzen zu motivieren.

Für Erwachsene ist die professionelle Zahnreinigung nach wie vor eine reine Privatleistung. Bei Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 17 Jahren übernehmen die Krankenkassen in der Regel einmal jährlich einen Großteil der Kosten für eine Zahnreinigung. Bei Kindern und Jugendlichen mit einer festsitzenden Gratiszahnspange gibt es sogar zweimal jährlich eine Bezuschussung.

Etwa 3 von 4 Menschen leiden irgendwann im Laufe ihres Lebens einmal an Parodontitis und mehr als 50% des Zahnverlustes in der Bevölkerung ist auf diese Erkrankung zurückzuführen. Normalerweise schreitet sie relativ langsam voran. Dadurch treten schwerere Schäden oft erst in der zweiten Lebenshälfte in Erscheinung.

Ein kleiner Teil der Bevölkerung leidet jedoch an einer schweren Form der Parodontitis, bei der oft schon in jungen Jahren grosse Schäden innerhalb kurzer Zeit entstehen und das Risiko für ein Wiederauftreten auch nach Behandlung höher ist.

Von vielen Menschen bleibt eine Parodontitis lange Zeit unbemerkt, da ihr Verlauf anfangs schmerzfrei ist. Ein frühzeitiges Erkennen und Behandeln ist daher wichtig. Denn eine unbehandelte Parodontitis ist die häufigste Ursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter. Und was nur wenige wissen: Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen den Zusammenhang mit verschiedensten Allgemeinerkrankungen. Denn über den Blutweg gelangen die Bakterien in den ganzen Körper und stellen dort ein hohes Risiko für die allgemeine Gesundheit dar. So gilt eine Parodontitis beispielsweise als größter einzelner Risikofaktor für koronare Herzerkrankungen.

Eine Parodontitis wird durch Bakterien ausgelöst, die auf nicht entfernten Zahnbelägen wachsen. Je nach Entwicklungsdauer können diese Bakterien den Zahnhalteapparat schädigen oder gar zum Zahnverlust führen. Werden die Beläge und mit ihnen die Bakterien entfernt – was bei einer Parodontitis nur durch zahnärztliche Maßnahmen zu erreichen ist – geht die Entzündung in der Regel zurück. Bleiben die Beläge aber als ständige Bakterienquelle erhalten, resorbiert der Knochen und es kommt zu einer Zahnlockerung bis hin zum Zahnverlust.

Das Risiko an einer Parodontitis zu erkranken kann neben der bakteriellen Infektion durch viele verschiedene Faktoren und Lebensgewohnheiten erhöht werden:

  • Schwer zu säubernde Nischen im Mundraum, verursacht durch alte Füllungen oder
    überstehende Kronenränder
  • Rauchen – die Gefahr an einer Parodontitis zu erkranken ist um vier- bis sechs Mal höher als
    bei Nichtrauchern
  • Übergewicht, Stress, falsche Ernährung, hormonelle Störungen, Erkrankungen wie Diabetes
    und zu hoher Blutdruck
  • Funktionsstörungen des Kausystems, wie z.B. nächtliches Knirschen
  • Schwangerschaft – durch die Hormonumstellung lockert das Bindegewebe auf, das Zahnfleisch
    schwillt an und Bakterien können leichter in die Tiefe vordringen

Je früher eine Parodontitis erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Aussichten auf Heilung. Wir helfen Ihnen mit einer ausführlichen Beratung und einem individuellen Therapiekonzept.

Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet „Das Innere des Zahns“. Am Anfang ist es häufig nur ein kaum wahrnehmbarer Schmerz. Der Zahn reagiert plötzlich empfindlich auf Temperaturunterschiede oder Druck. Die Ursache liegt im Zahninneren. Ist die Pulpa, der „Zahnnerv“, entzündet, dann sollte schnell zahnmedizinisch eingegriffen werden, denn sonst droht der Verlust des erkrankten Zahnes.

Sind Zahnschmelz und Dentin gesund, bilden sie eine robuste „Schutzhülle“ für die Pulpa. Ist dieser Schutz beeinträchtigt, kann sich eine Pulpitis entwickeln – eine Schädigung des Gewebes im Sinne einer Entzündung. Im ungünstigsten Fall kann eine Pulpitis zum Absterben der Pulpa führen. Die häufigsten Ursachen dafür sind:

  • Eine Infektion mit Kariesbakterien: Bleibt eine Karies unbehandelt, dringen die Keime in das Innere des Zahnes ein, infizieren das Gewebe und lösen eine Entzündung aus. Der Zahn wird empfindlich und beginnt zu schmerzen. Schreitet die Entzündung weiter fort, stirbt die Pulpa langsam ab. Über die Wurzelspitze wandern die Bakterien in den Kieferknochen. Es entstehen Abszesse und die betroffene Gesichtspartie schwillt an.

  • Äußere Einwirkungen: Ein verletzter Kieferknochen oder ein Bruch von Zahnkrone und/oder Zahnwurzel können die lebenswichtige Gefäßverbindung zur Pulpa abtrennen, die Pulpa stark schädigen oder sogar ganz freilegen. Ohne die schützende Zahnhartsubstanz ist die Pulpa denAngriffen von Bakterien ausgesetzt.

  • Parodontale Erkrankungen oder Erkrankungen des Kieferknochens können ebenfalls eine Pulpitis auslösen. Im Anfangsstadium kann eine Pulpitis unter Umständen erfolgreich mit Medikamenten behandelt werden. Ist die Infektion jedoch schon zu weit fortgeschritten und die Pulpa stark geschädigt, kann der betroffene Zahn in der Regel nur mehr durch eine Wurzelkanalbehandlung gerettet werden.

Unter örtlicher Betäubung wird zunächst die Zahnhartsubstanz abgetragen und der Zahnnerv freigelegt. Hierbei ist es wichtig, sämtliche vorhandenen Wurzelkanäle zu finden und mit Hilfe kleiner Messfeilen ihre exakte Länge zu bestimmen. Das entzündete bzw. abgestorbene Gewebe wird vorsichtig aus den Wurzelkanälen entfernt, dann werden diese gründlich gereinigt und desinfiziert. Anschließend werden die Kanäle getrocknet und die Wurzelkanalfüllung eingebracht – eine Mischung aus Wurzelkanalzement und bioverträglichem Guttapercha.

Abschließend wird der Zahn möglichst minimalinvasiv versorgt, abhängig von der Defektgröße mit einer Füllung, einem Inlay oder einer Krone.

Die Geschichte der ästhetischen Korrekturen von Zähnen begann tatsächlich im Hollywood der 30er Jahre. Der Zahnarzt Dr. Charles Pincus verhalf dort den Filmstars mit hauchdünnen Keramikschälchen zu traumhaft schönen Zähnen, dem sogenannten „Hollywood Smile“. So ein perfektes Lächeln ist schon längst nicht mehr nur den Stars vorbehalten.

Das Wort Veneer stammt aus dem Englischen und heißt „verblenden“. Veneers sind hauchdünne Keramikschalen, die auf die sichtbare Seite des Zahnes aufgesetzt und dort dauerhaft befestigt werden. Sie können Verfärbungen abdecken, eine neue Zahnform schaffen und Lücken schließen.

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Sowohl aus medizinischer als auch aus ästhetischer Sicht haben Veneers viele Vorteile. Aus medizinischer Sicht sticht positiv hervor, dass kaum oder überhaupt keine gesunde Zahnsubstanz abgeschliffen wird. Im Gegensatz dazu muss z.B. bei der Behandlung mit einer Zahnkrone der Zahn stärker geschliffen werden um den notwendigen Platz für die dickere Keramikkrone zu schaffen. Daher ist das Veneer für viele Patienten eine adäquate Möglichkeit, Verfärbungen, verfärbte Füllungen und abgebrochene Ecken im sichtbaren Frontzahnbereich zu überdecken oder Lücken zwischen den Schneidezähnen zu schließen, ohne gesunde Zahnsubstanz opfern zu müssen.

Kleiner Eingriff – große ästhetische Wirkung: Ein Veneer ist selbst für den Spezialisten kaum erkennbar und von einem echten Zahn nicht zu unterscheiden.

Auf Wunsch der Patientin oder des Patienten können die Veneers in einem „Wax-Up“ im Modell simuliert werden und anschließend bei einem „Mock-Up“ im Patientenmund anprobiert werden. Hierbei bekommt man ein Gefühl für das zu erreichende Endergebnis, in diesem Stadium können noch Korrekturen entsprechend den individuellen Wünsche vorgenommen werden. Für das Veneer wird der betroffene Zahn dann angeraut bzw. angeätzt. Je nach Zahnstellung muss möglicherweise auch wenig Zahnsubstanz abgeschliffen werden (bis zu 0,8mm), damit die Keramikschale ausreichend Platz hat und sich das Veneer perfekt in den Zahnbogen integriert. Anschließend wird eine Abformung genommen und der Zahn mit einem Provisorium versehen. Ein Zahntechniker moduliert und brennt im Labor dem Abdruck entsprechend aus speziellen Keramikmassen das Veneer. Nicht nur die Form, sondern vor allem auch die Farbnuancen müssen perfekt getroffen werden – eine echte Meisterarbeit für speziell ausgebildete Zahntechniker. Danach wird das Veneer anprobiert. Sind Techniker, Zahnarzt und Patient mit dem Ergebnis zufrieden, wird es endgültig am Zahn befestigt.

Bei den „Non-Prep-Veneers“ wird keine Zahnsubstanz abgetragen, d.h. die Zähne werden nicht beschliffen. Speziell im Bereich der Frontzahn-Ästhetik ermöglichen Non-Prep-Veneers schnelle ästhetische Korrekturen. Wenn Zähne unversehrt sind, jedoch die Ästhetik den eigenen Ansprüchen nicht genügt, bieten diese hauchdünnen Verblendschalen eine ideale Lösung. Unsere Zahntechniker verfügen über eine langjährige Erfahrung mit dieser anspruchsvollen Technik. Ob „Non-Prep-Veneers“ tatsächlich verwendet werden können, hängt allerdings von den individuellen Zahngegebenheiten ab.

Den Wunsch nach hellen, weißen Zähnen haben viele Menschen – denn ein schönes Lächeln assoziieren wir automatisch mit Vitalität, Gesundheit und Erfolg.

In vielen Fällen lässt sich der Wunsch durch ein Bleaching relativ leicht erfüllen.

Wie der gesamte Organismus des Menschen unterliegen auch Zähne einem gewissen Alterungsprozess. Durch Abnutzung und und dünner werdenden Zahnschmelz scheint das gelblichere, Zahninnere (Dentin) stärker durch, dadurch wirkt der Zahn insgesamt gelblicher. Des weiteren sind „färbende“ Genussmitel wie Kaffee, Tee und Rotwein, aber auch Zigaretten oder bestimmte Medikamente sowie abgestorbene bzw. wurzelbehandelte Zähne für die dunklere Zahnfarbe verantwortlich. Egal, wie gründlich die Zähne geputzt werden, Verfärbungen können auf diesem Wege kaum reduziert werden. Von aufhellenden Zahnpasten mit „Schleifkörpern“, die eine Zahnaufhellung versprechen, raten wir ab, da diese den Zahnschmelz auf Dauer schädigen können.

Zu Beginn stellt eine zahnärztliche Untersuchung sicher, dass Ihre Zähne und Ihr Zahnfleisch gesund sind. Denn eine undichte Füllung oder nicht erkannte Karies könnte zur Folge haben, dass Bleaching-Gel in das Zahninnere gelangt und dort den Zahnnerv reizt. Nach der Kontrolluntersuchung besprechen wir mit Ihnen die gewünschte Zahnfarbe.

Ist Ihre Wunsch-Zahnfarbe mit einem Bleaching erreichbar, folgt ein Termin für eine professionelle Zahnreinigung, um die äußerlichen Verfärbungen auf dem Zahnschmelz zu entfernen und um sicherzustellen, dass das Bleichgel optimal wirken kann. Anschließend fertigen wir für Sie zwei individuelle, elastische Schienen an, die Sie nach wenigen Tagen zusammen mit dem Bleichgel und einer Instruktion, wie diese zu benutzen sind, von uns erhalten. Je nach gewünschter Helligkeit werden die Schienen mit dem Bleichgel dann für 4-6 Nächte getragen. Der Vorteil dieser Methode gegenüber einem Power-Bleaching, welches nur 30-60 Minuten dauert: Das Bleichgel ist weniger stark konzentriert, somit kommt es an den Zähnen zu weniger Hypersensibilitäten.

Außerdem ist der Langzeiteffekt durch die längere Einwirkdauer des Bleichgels sehr gut. Sollten die Zähne nach einigen Jahren wieder nachgedunkelt sein, können Sie in der Regel außerdem mit den gleichen Schienen nochmals bleichen.

Ja, denn zahlreiche Studien haben die Unschädlichkeit eines professionell durchgeführten Bleaching bewiesen. Da es sich beim Bleichen um einen rein chemischen Prozess handelt, greift Zahnaufhellung weder den Zahn selbst an, noch die Oberflächen bestehender Füllungen. Die einzigen bekannten und nur selten auftretenden Nebenwirkungen sind eine vorübergehende Überempfindlichkeit der Zähne und eine eventuelle, vorübergehende Reizung des Zahnfleisches.

Das hängt sehr stark von den Lebens- und Ernährungsgewohnheiten an. In der Regel ist der Bleicheffekt aber viele Jahre lang deutlich sichtbar. Und durch die gewählte Methode des Bleichens mit Schienen können Sie jederzeit problemlos und kostengünstig nachbleichen.

Inlays sind vom zahntechnischen Labor gefertigte Keramikteile , die den Defekt im Zahn verschließen. Der Vorteil gegenüber direkt im Mund angefertigten Füllungen liegt in der höheren Stabilität, da die Keramik, aus einem Stück bestehend, bei hoher Temperatur im Labor gebrannt wird. Nach der Fertigung beim Zahntechniker wird das Inlay anschließend vom Zahnarzt mit dem Zahn verklebt und stellt die ursprüngliche Form des Zahnes wieder her.

Inlays bestehen aus Vollkeramik oder Gold. Meist wird aus ästhetischen Gründen als Material Keramik gewählt. In unserem Dentallabor können wir Keramikinlays farblich so exakt anfertigen, dass sie nach dem Einsetzen meist nicht mehr vom normalen Zahn zu unterscheiden sind.

Für die Versorgung mit Inlays sind zwei Behandlungssitzungen erforderlich: Bei der ersten Sitzung wird die Karies entfernt, dann nehmen wir eine Abformung und schließen das Loch mit einem so genannten Provisorium. In der zweiten Sitzung wird das von unseren Zahntechnikern hergestellte Inlay mit dem Zahn verklebt. Dabei kontrollieren wir die Form und schleifen eventuell Feinheiten nach, um eine perfekte Bisssituation sicherzustellen.

Ist bei einem Zahn durch tiefe Karies oder eine Verletzung nur noch wenig Zahnsubstanz vorhanden, ist es häufig nicht mehr möglich, ihn mit einer Füllung oder einem Inlay zu reparieren. Für eine dauerhafte Stabilisierung ist dann zumeist eine Teil- oder Vollüberkronung notwendig. Die Krone wird dabei wie eine schützende und stabilisierende „Kappe“ auf den vorher beschliffenen Zahn gesetzt.

Kronen werden auch als Verankerung einer Brücke verwendet. Eine Brücke ist notwendig, wenn ein oder mehrere Zähne fehlen und ersetzt werden müssen.

In den meisten Fällen wird für die Herstellung der Kronen Vollkeramik verwendet. Das bedeutet, dass die Kronen komplett metallfrei sind. Ausnahmen bilden sogenannte „Klammerzahnkronen“, die in Verbindung mit Teilprothesen eingesetzt werden. Hier wird auf der Innenseite der Kronen eine Metallschulter als Auflage für die Prothese eingearbeitet. Der Vorteil von Vollkeramik ist, neben der hohen Stabilität, vor allen Dingen die Ästhetik. Vollkeramik wird – bedingt durch ihre besondere Farbe und Struktur – höchsten Ansprüchen an ästhetischen Zahnersatz gerecht. Besonders im Bereich der Frontzähne ist dies wichtig. Da Keramik bis zu einem gewissen Grad lichtdurchlässig ist, passt sie sich umso besser dem natürlichen Zahn an. Ferner kommt es beim Kontakt mit heißen oder kalten Speisen und Getränken zu keinen Reizreaktionen, denn Keramik ist nur in geringem Umfang wärmeleitfähig. Auch mit einer Geschmacksbeeinträchtigung ist nicht zu rechnen. Gesundheitsrisiken sind – anders als bei manchen metallischen Füllmaterialien – ebenfalls nicht bekannt.

Keramik gilt in der Zahnmedizin als sehr verträglich, deshalb ist bei der Verwendung nicht mit einer allergischen Reaktion zu rechnen. Allerdings kann Keramik bei extremer Krafteinwirkung brechen und ist somit für Patienten, die besonders druckstark kauen oder knirschen, eventuell nicht geeignet.

Zähne, die mit einer Krone versorgt wurden, sollten Sie genauso gründlich pflegen wie alle anderen Zähne auch. So schützen Sie den Zahn vor weiteren Schäden. Dazu gehört eine regelmäßige, professionelle Zahnreinigung, gründliches Zähneputzen und der Gebrauch von Zahnseide. Damit eine Brücke lange hält, benötigt sie gezielte Pflege. Wir empfehlen, neben der Reinigung mit Zahnbürste und Zahnseide auch Zahnzwischenraumbürsten oder Superfloss (eine speziell verdickte Zahnseide) zu benutzen und damit das Mittelstück der Brücke zu säubern. Achten Sie dabei darauf, dass Sie vor allem den Spalt zwischen Brückenpfeiler und künstlichem Zahn sorgfältig reinigen, da sich hier Speisereste verfangen können.

Implantate sind unter den richtigen Bedingungen ein perfekter Ersatz, da sie optisch vom echten Zahn nicht zu unterscheiden sind und im Idealfall ein Leben lang halten.

Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel, die operativ im gesunden Kieferknochen verankert wird. Das Prinzip ähnelt dem von Dübel und Schraube: Fest im Knochen verankert, kann selbst eine kleine Schraube große Lasten tragen. Auf die Implantatschraube wird dann eine künstliche Zahnkrone aus Keramik aufgeschraubt oder zementiert.

Nach dem Verlust eines Zahnes schrumpft der entsprechende Knochenbereich, da er nicht mehr belastet wird. Dies kann durch das zeitnahe Einsetzen eines Implantates verhindert werden. Zudem müssen, anders als bei einer Brücke, benachbarte Zähne nicht beschliffen werden und bleiben somit unversehrt.

Da Implantate so fest sitzen wie echte Zähne, geben sie beim Sprechen und Kauen ein natürliches Gefühl.

Implantate bestehen aus dem extrem haltbaren, da korrosionsbeständigen und sehr festen Metall Titandioxid. Titan wird von der natürlichen Knochensubstanz ausgezeichnet angenommen, was in vielen internationalen Langzeitstudien klinisch bestätigt wurde. Die Knochenzellen gehen mit Titan einen engen Verbund ein: Die Titan-Oxidschicht ermöglicht das Anwachsen des Kieferknochens an das Implantat und damit den festen Einbau des künstlichen Implantates in den menschlichen Körper.

Prinzipiell kann jeder verloren gegangene Zahn durch ein Implantat ersetzt werden.Voraussetzung ist allerdings ein ausreichend großer und fester Kieferknochen. Ist kein ausreichender und fester Kieferknochen vorhanden, kann in manchen Fällen die Knochensubstanz wieder aufgebaut werden. Außerdem muss das Wachstum des Kiefers abgeschlossen sein. Das bedeutet, dass Implantate erst im Erwachsenenalter gesetzt werden können.

Des weiteren sollten bestimmte gesundheitliche Voraussetzungen erfüllt sein. So ist bei schweren Erkrankungen von Leber, Niere, Herz oder Blut bzw. einer starken Blutungsneigung von einer Implantation abzuraten. Auch bei Einnahme bestimmter Medikamente wie Rheumapräparaten oder Cortison sollte man von Implantaten absehen.

Mittlerweile gibt es eine große Anzahl von Studien zur Überlebensdauer von Implantaten. Nach zehn Jahren liegt die Überlebensrate bei über 90%. Wird ein Implantat durch eine sorgfältige Mundhygiene entzündungsfrei gehalten und nicht überlastet, ist die Haltbarkeit mit der eines natürlichen Zahnes vergleichbar.

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